Willy-Brandt-Platz: Esslingen braucht eine Erinnerungskultur

Veröffentlicht am 11.03.2014 in Kommunalpolitik

Jede Stadt, und damit auch Esslingen, braucht eine Erinnerungskultur.

Fraktionschef Andreas Koch: „Dazu gehört, dass Straßen und Plätze nach geschichtlich wichtigen Personen benannt werden, um deren vorbildliche Lebensleistung und nachhaltiges Wirken auch künftigen Generationen im Gedächtnis zu halten. Solche Personen – und dazu zählt auch Willy Brandt, dessen Politik für Deutschland und Europa und damit indirekt auch für Esslingen viel bewirkt hat – kann man aber namensmäßig nicht an den Rand verbannen, sondern muss einen zentralen Ort nach ihnen benennen. Das ist beim Bahnhofplatz der Fall. Hier, wie die Freien Wähler (FW) es tun, eine Umbenennung mit dem Argument abzulehnen, dass der Name eines Platzes möglichst mit dem Ort zu tun haben sollte, an dem er sich befindet, würde die erwähnte Erinnerungskultur generell unmöglich machen. Dass man das auch anders und im Sinne der SPD sehen kann, zeigen Beispiele prominenter Städte in der Region: In Stuttgart heißt der Bahnhofplatz Arnulf-Klett-Platz, in Reutlingen Friedrich-List-Platz und in Heilbronn – eben Willy-Brandt-Platz. Wobei in Heilbronn die Benennung im Jahre 2013 vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, d. h. mit den Stimmen der FW. Dies wünschen wir uns auch für Esslingen. Also nicht klein(lich), sondern in größeren Bezügen und mit einem weiteren politischen Horizont denken! Der Bahnhofplatz als Willy-Brandt-Platz wäre jedenfalls ein wichtiger Beitrag für die besagte Erinnerungskultur und ist so in Baden-Württemberg neben Heilbronn auch in Heidelberg und Mannheim schon Wirklichkeit."