SPD will mehr städtisches Engagement für bezahlbaren Wohnraum

Veröffentlicht am 22.01.2019 in Pressemitteilungen

„Die bisherigen Bemühungen um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum reichen nicht aus. Die Stadt selber muss mehr in die Offensive gehen und alle Möglichkeiten eines verstärkten eigenen Engagements prüfen sowie gegebenenfalls ausschöpfen.“ Mit dieser Feststellung begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Koch einen aktuellen Antrag seiner Partei. In ihm wird die Verwaltung dazu aufgefordert, Handlungsschritte, die über das Wohnraumversorgungskonzept hinausgehen, darzustellen und finanziell zu beziffern. Konkret bringt die SPD dabei u. a. die verbilligte Abgabe von Grundstücken, Erbpachtverträge sowie den Einsatz der städtischen Wohnbaugesellschaft WSE zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ins Gespräch. Zwar seien bisher mit dem neuen Flächennutzungsplan und dem Wohnraumversorgungskonzept schon wichtige Anstrengungen unternommen worden. „Gleichwohl braucht Esslingen mehr bezahlbaren Wohnraum für alle, besonders aber für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen sowie nicht zuletzt für junge Familien. Hier sehen wir auch die Stadt vermehrt in der Pflicht“, so SPD-Stadtrat Michael Wechsler.

Den Zeitpunkt ihres Antrags begründet die SPD auch mit der aktuellen Entwicklung in der Neuen Weststadt. Dort biete sich durch den geplanten Umzug der Stadtwerke Esslingen zusammen mit dem Schlachthofareal die Chance, nachhaltig etwas für bezahlbaren Wohnraum zu tun. Heidi Bär, SPD-Sprecherin im Ausschuss für Technik und Umwelt: „Den Automatismus Investor und Wohnraumversorgungskonzept sehen wir dort jedenfalls nicht.“ Weil die Ergebnisse der geforderten Überprüfung als Entscheidungsgrundlage u. a. für die Weiterentwicklung der Neuen Weststadt dienen sollen, drängt die SPD auf eine rasche Erledigung ihres Antrags. „Auf jeden Fall muss die Stadt noch mehr in Sachen bezahlbarem Wohnraum tun“, so Andreas Koch abschließend in einer Pressemitteilung.