SPD Esslingen: Aggressiver Ton bei Wohnraumdiskussion ist nicht zielführend

Veröffentlicht am 08.02.2020 in Pressemitteilungen

Daniel Blank

Die SPD Esslingen hält eine gelingende Zusammenarbeit von Grundstückseigentümern und der Kommune für wichtig und dringt darauf, im Sinne der gemeinsamen Verantwortung zu handeln.

Die vom Lobbyverband „Haus und Grund“ über die Presse eingeforderte Zusammenarbeit mit der Kommune beim Thema Baulücken ist verständlich und wünschenswert. „Mit Blick auf die immer weiter zunehmende Wohnraumproblematik in unserer Stadt sollten alle Akteure an einem Strang ziehen“, so Daniel Blank, Vorsitzender der SPD Esslingen. Dabei seien aus Sicht der SPD allerdings aggressive Töne von ‚Haus und Grund‘ – wie etwa der Vorwurf des „kopflosen Vorgehens“ der Stadtverwaltung oder die Bezeichnung eines Fragebogens als „Obrigkeits-Vorgabe“ – nicht weiterführend. „Natürlich gibt es beim Thema Wohnraum immer Zielkonflikte“, so Daniel Blank weiter. „Aber gerade die auch von ‚Haus und Grund‘ geforderte Nachverdichtung ist doch der Hintergrund des von der Kommune versandten Fragebogens zu den Baulücken in Esslingen. Vor diesem Hintergrund aggressive Töne anzuschlagen, ist wirklich nicht zielführend.“

Ein wesentlicher Grund für die schwierige Wohnraumsituation sei etwa die Bodenpreisentwicklung. „Die Vorschläge von Haus und Grund, mittels zusätzlichen Wohnungsbaus, Nachverdichtung und Beschleunigungen bei Bauverfahren mehr Wohnungen zu erstellen, sind sicher richtige Maßnahmen, um überteuertem Wohnen und der rasanten Verteuerung von Grund und Boden entgegen zu wirken“, bestätigt Daniel Blank. „Aber selbstverständlich betrifft etwa Nachverdichtung auch vorhandene Baulücken. Nur immer weiter Grünland im Außenbereich in Bauland umzuwandeln hat ganz natürliche Grenzen.“ Die SPD sieht es daher als völlig legitim an, sich bei Grundstückbesitzen über unbebaute Baugrundstücke zu informieren. Letztlich handelt die Stadtverwaltung dabei auch im Auftrag des Gemeinderats. „Gemeinsames verantwortungsvolles Handeln kann ja nur angegangen werden, wenn eine gute Informationslage vorhanden ist. Wir sind uns sicher, dass auch ‚Haus und Grund‘ zu dieser Informationslage – etwa zu völlig überzogenen Bodenpreisentwicklungen – wertvolles beitragen kann“, so Daniel Blank abschließend.