SPD: Deuschle plädiert für rückständiges Schulsystem

Veröffentlicht am 09.06.2011 in Pressemitteilungen

Klaus Hummel, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

„MdL Andreas Deuschle, CDU, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und plädiert für ein rückständiges Schulsystem“, sagt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion in Esslingen, Klaus Hummel, zu dessen Pressemitteilung.

Deuschle hatte die Haupt- und Werkrealschulen als „unverzichtbare Säule des erfolgreichen differenzierten Schulwesens“ bezeichnet und als „leistungsstarke Schulen“ gepriesen. Hummel: „Entgegen aller Schönfärberei nimmt die Akzeptanz der Hauptschulen dramatisch ab, auch die Werkrealschule hat daran nichts geändert.“
Eltern und Betriebe hätten mit den Füßen gegen das gegliederte Schulsystem abgestimmt. „Auch Esslingen verliert jedes Jahr fast eine Klasse 5 an Werkrealschülern.“ Die Übertrittszahlen an das Gymnasium steigen,die Klassenstärken an den Realschulen bleiben hoch. Dies werde sich nach der freien Schulwahl der Eltern ab 2012 noch verschärfen.
Das bisherige Schulsystem sei ungerecht. Es grenze Jugendliche aus bildungsfernen Milieus und mit Migrationshintergrund aus, tue zu wenig zur Sprachförderung und produziere so zu viele Verlierer. Hummel. „Der Handwerkstag Baden-Württemberg hat die Abkehr vor Jahren schon verlangt, die neue Regierung wird sie nun umsetzen, und zwar als sinnvolle Ergänzung zum Gymnasium.“
Richard Kramartschik, Pressesprecher