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Bädersanierung in Esslingen

Gemeinderatsfraktion


Richard Kramartschik

Stellungnahme der SPD-Gemeinderatsfraktion durch Richard Kramartschik in der Gemeinderatssitzung am 12.03.2018

Die SPD-Fraktion begrüßt es ausdrücklich, dass die Bädersanierung alle drei Esslinger Bäder umfasst. Es war richtig und wichtig, dass der Gemeinderat am Jahresende nach langem Hin und Her den Erhalt aller drei Bäder beschlossen hat. Die erheblichen Investitionen sind notwendig und steigern die Attraktivität der drei Bäder, und zwar nicht nur im wichtigen Freizeitbereich für Familien und deren Kinder, sondern auch im Vereinssport und beim schulischen Schwimmunterricht.

Ein wichtiger Nebenaspekt, der naturgemäß in der Vorlage keine Rolle spielt: Bei der Attraktivität der Bäder spielt auch das gastronomische Angebot eine wichtige Rolle. Das sollte von den Verantwortlichen in Zukunft noch mehr berücksichtigt werden. Der Begriff “Attraktivität” wird noch öfter zu hören sein. Denn eine gewünschte Steigerung der Besucherzahlen unserer Bäder hat nicht nur mit dem Wetter zu tun.

Der in der Vorlage vorgesehenen Zeitplanung wird zugestimmt. Gut auch die Tatsache, dass das vom Gemeinderat in den Strategischen Haushaltsplanungen angenommene Defizit mit 3,3 Mio. Euro eingehalten werden kann.
Und auch die durchweg gute Qualität der vorgesehenen Renovierungs- und Umbauarbeiten verdient erwähnt zu werden. Eine Edelstahlauskleidung z.B. ist sicher nicht die preiswerteste, aber die nachhaltigste Lösung.

Und noch ein Lob: Alle beteiligten Vereine, Organisationen und Schulen empfanden ihre Einbindung/ihre gewünschte aktive Teilnahme sehr positiv. Man fühlte sich wirklich ernst genommen, so wurde uns von vielen Seiten bestätigt. Ein Wermutstropfen soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden: Während der Renovierungsarbeiten der drei Bäder, vor allem aber der Hallenbäder, wird es zu Engpässen für die Vereine, aber vor allem für die Schulen kommen. Der schulische Schwimmunterricht wird zum Teil total ausfallen müssen. Es gibt ja heute schon Engpässe in der Versorgung der Schulen mit Hallenzeiten. Bei der totalen Schließung eines Hallenbads verschlechtert sich die Situation während des Umbaus dramatisch. Ob die geplante Traglufthalle des Schwimmsportvereins da Abhilfe leisten wird, kann nach heutigem Stand nicht beantwortet werden. Wir fürchten hier eher ein Nein.

Nun zu den einzelnen Bädern:

Zum Neckarfreibad:
Den hier vorgesehenen Umbau- und Renovierungsarbeiten wird zugestimmt. Der Dreiklang von Beton, Holz und Glas verspricht optisch und bautechnisch eine gute Lösung, wobei nicht verschwiegen wird, dass vielen in unserer Fraktion der Beton zu beherrschend erscheint.

Zum Merkel´schen Schwimmbad:
Positiv wird die Herstellung einer barrierefreien Erschließung durch den Aufzug vermerkt. Aber auch die weiteren Sanierungsvorhaben werden von uns so akzeptiert. Dass bei der Sanierung nicht alle Vorschriften bzgl. der Beckenumgangshöhe und der – breite eingehalten werden können, muss so akzeptiert werden. Auch der Rückbau der Tribünenbestuhlung aus Sicherheitsgründen ist notwendig. Gut, dass dadurch ein zusätz-licher Notausgang erschlossen werden kann.

Zum Hallen-Freibad Berkheim: Hier gab es die meisten Stellungsnahmen, häufig verbunden mit Änderungswünschen. So wird der Vorschlag A, das jetzige 50-Meter-Becken mit einer neuen Mauer zu trennen, nicht nur von den Vereinen und dem Bürgerausschuss als nicht nachvollziehbar beurteilt. Auch viele Einzelpersonen, so hörten wir kürzlich bei unserem Stadtteilgespräch in Berkheim, wünschen die Beibehaltung des jetzigen Zustands. Denn viele Schwimmbäder landauf, landab trennen den Nichtschwimmerbereich nur durch ein Seil. Diskussionen über Sicherheitsbedenken in dieser Hinsicht sind nicht bekannt. Wie wertvoll das bestehende 50m-Becken bei den Betroffenen, also bei Freizeitsportlern als auch bei den Vereinen angesehen wird, ist aus den eingegangenen, gut begründeten Stellungnahmen zu entnehmen. Die SPD-Fraktion wird deshalb für die Variante B, den Erhalt des 50-Meter-Beckens stimmen. Positiv vermerkt wird die Tatsache, dass die Sanierung des Innenbeckens im Hallenbad weiterhin einen Hubboden behält. Das Berkheimer Hallenbad ist ja für Kleinkinder aus ganz Esslingen zum attraktiven Schwimmlernort geworden. Einen Antrag stellen wir für den Erhalt des vorhandenen Sprungturms, also gegen die geplante Reduzierung auf 3 Meter. Gerade für viele Jugendliche ist der 5m-Sprungturm attraktiv, obwohl er nur selten geöffnet ist. Die Begründungen für einen Teilrückbau können nicht überzeugen. Die DLRG Berkheim ist bereit während der Öffnungszeiten des Turms eine zusätzliche Aufsicht zu stellen. Die wenigen Öffnungszeiten orientieren sich natürlich an den Besucherzahlen. Eine vorübergehende Schließung des Turms wird deshalb von allen akzeptiert; eine Abriss aber ist eine endgültige, unumkehrbare Entscheidung. In der näheren Umgebung von Esslingen gibt es in der Tat keinen 5-Meter-Turm in einem Freibad. Das bleibt dann ein attraktiver Standortvorteil. Und noch einen Wunsch, der öfters genannt wurde, möchten wir unterstützen. Im jetzigen Nichtschwimmerbereich ist eine kleine Rutsche. Im renovierten Bad sollte dies auch eine Selbstverständlichkeit sein. Zu einem attraktiven Familienbad gehört nun einmal eine Rutsche für Kinder. Und es gibt da auch preiswerte Lösungen. Eine Freibad ohne Rutsche ist so unvorstellbar wie ein Kinderspielplatz ohne Rutsche. Wir bitten um Prüfung, inwieweit eine solche kostengünstige Rutsche sich aus dem Gesamtbudget finanzieren lässt.

Nach einer schwierigeren Renovierungs- bzw. Umbauphase wird es in Esslingen drei attraktive Bäder für Familien, für Kinder, für Sportler und auch für unsere Schüler geben. Neben den anderen zusätzlichen sportlichen und Freizeitangeboten ist das ein äußerst positives Signal für unsere Bürgerschaft.

Die SPD-Fraktion bittet um Unterstützung für die Alternative B, also den Erhalt des 50m-Beckens, und den Antrag den 5m-Turm zu erhalten und stimmt ansonsten der Vorlage zu.

 
 

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