19.03.2021 - Gotthilf Schenkel, Pfarrer in Oberesslingen und SPD-Mitglied - Online

Veröffentlicht am 19.03.2021 in Allgemein

Vom Religiösen Sozialisten zum Kultusminister

Dominanz von Kapitalinteressen, Verachtung demokratischer Spielregeln, fehlender Wohnraum gehören zu den aktuell wichtigen Themen. Aus kirchlicher Sicht kommt dazu ein massiver Traditionsabbruch. Diese Probleme sind nicht neu. Das zeigt sich im Leben von Gotthilf Schenkel (1889 bis 1960). Er hat sich mit ihnen schon vor 100 Jahren auseinander gesetzt. Dabei ging er auch ungewohnte Wege; denn dass ein Pfarrer in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts SPD-Mitglied wurde, war nicht selbstverständlich.

Nach ständigen Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und seinem Pfarrdienst am Rand der Landeskirche kam Gotthilf Schenkel 1947 als Pfarrer nach Oberesslingen. Von 1951 bis 1953 war er Kultusminister und blieb bis zu seinem Tod der direkt gewählte Abgeordnete Esslingens im Landtag.

2020 ist Schenkels Biographie erschienen. Ihr Titel „Kirche – Sozialismus – Demokratie“ nennt, wofür Gotthilf Schenkel eingetreten ist. Die Verfasser Dr. Jörg Thierfelder, Hans Norbert Janowski und Günter Wagner werden vor allem Einblicke in Schenkels Konflikte mit dem Nationalsozialismus und in sein Engagement in Esslingen bieten.

Beginn ist um 19:30 Uhr in der Evangelischen Martinskirche Oberesslingen, Keplerstraße 41, 73730 Esslingen-Oberesslingen, sie wird online übertragen.

Hier geht's zur Liveübertragung: https://youtu.be/AKeXqsR4sl8

Veranstalter sind das Evangelische Bildungswerk im Landkreis Esslingen, die Kirchengemeinde Oberesslingen sowie die SPD Esslingen.