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Stellungnahme der SPD-Fraktion zur Auslagerung von vier Schulklassen in die Katharinenschule

Gemeinderatsfraktion


Richard Kramartschik

Nachfolgend finden Sie den Redebeitrag von Richard Kramartschik zum Thema "Auslagerung von vier Schulklassen in die Katharinenschule".

Vorbemerkung: Der Antrag lautet: „Zum Schuljahr 2015/2016 werden 4 Klassen der GMS am Schillerpark an die GMS Katharinenschule ausgelagert.“ Man stelle sich vor, es gehe heute nicht um die Auslagerung im Bereich von Gemeinschaftsschulen, sondern um Realschulen oder Gymnasien. Also z.B. „… werden 4 Klassen des Georgii-Gymnasiums in das Mörike-Gymnasium ausgelagert“. Ein Denkmodell, das es so in der Esslinger Schullandschaft nicht einmal in der Theorie geben könnte… Vielleicht kann man nach dieser Vorbemerkung besser verstehen, wie den Eltern und dem Lehrerkollegium der Katharinenschule zumute sein muss. Wir wissen, dass es um die Auslagerung von vier Realschulklassen geht. Aber auch diese Realschüler und deren Eltern, und auch die betroffenen Lehrer haben schwierige Zeiten vor sich.

Im Folgenden stelle ich in 3 Punkten die Position der SPD-Fraktion dar:

1. Dass die drei Esslinger Gemeinschaftsschulen mit neun 5.-Klassen im neuen Schuljahr starten, freut die SPD-Fraktion. Die neue Gemeinschaftsschule nähert sich mit diesen Anmeldezahlen den Realschulen. Wirklich – ein toller Erfolg. Ja, wenn da nicht die ungleiche Verteilung wäre. Denn fünf dieser neun Klassen wollen in die Gemeinschaftsschule am Schillerpark. Und nur je zwei in die Katharinen- bzw. Seewiesenschule. Während die eine GMS aus allen Nähten platzt, behaupten sich die beiden anderen geradeso. Das Problem: Entstehen so nicht zwei Arten von Gemeinschaftsschule? Die eine, GMS A, sehr attraktiv, die Schülerinnen und Schülern aus allen Stadtteilen, aber auch über ES hinaus, anzieht. Die andere GMS in der Innenstadt, nennen wir sie GMS B, hat eine völlig andere Zusammensetzung der Eltern bzw. der Schülerschaft. Also zwei verschiedene Arten von GMS in unmittelbar räumlicher Nähe. Das ist sicher nicht der politische Wunsch der Landesregierung gewesen und kann auch nicht unser Wunsch sein. Wenn sich dieser Trend mit den Anmeldungen in den nächsten Jahren verfestigen sollte, besteht zwingender Handlungsbedarf – auch von Verwaltung und Gemeinderat.

2. Im Antrag wird von einer „Übergangslösung für einen befristeten Zeitraum von zwei Schuljahren“ gesprochen. Wenn die Auslagerung nur eine Übergangslösung sein soll, ist erforderlich, dass sofort nach den Großen Ferien der Schulentwicklungsplan angegangen wird. Ein schlüssiges Konzept, wie dann in den Folgejahren vorgegangen werden kann, muss alsbald erarbeitet werden. Der Arbeitskreis Schulentwicklung spielt dabei sicher eine wichtige Rolle. Der Arbeitskreis war aber schon in der Vergangenheit – und das gilt auch für die Zukunft – kein beschließendes Gremium. Wer von ihm endgültige Beschlüsse oder fertige Konzeptionen verlangt, der übersieht, dass die zuständige Lehrerkonferenz, der Schülerrat und der Elternbeirat, vertreten in der Schulkonferenz, dem wichtigsten und entscheidenden Gremium, die alleinige Verantwortung liegt. Der 3. Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung ist deshalb nicht vor eineinhalb Jahren gescheitert, wie man heute gerne formuliert. Er kann allein ohne die zuständigen Gremien gar kein Gesamtkonzept für die Esslinger Schullandschaft auf den Weg bringen – ohne Beschlüsse der zuständigen Schulkonferenz geht es nicht. Für die Übergangszeit gilt es, die besten Lösungen zu finden und anzubieten. Für beide Schulen ist die Auslagerung eine problematische Angelegenheit. Alle Maßnahmen, seien sie baulicher oder organisatorischer Art, die dazu führen, diese Lösung erträglicher zu gestalten, müssen umgehend ergriffen werden.

3. Dass eine Kommunikation zwischen der GMS Schillerpark und der GMS Katharinenschule zur Zeit nicht ganz problemfrei möglich ist, kommt nicht unerwartet. Aber ohne direkte Absprachen kann die Auslagerung nicht gelingen. Wo da die Dienste der Stadtverwaltung notwendig werden, muss sie als Moderator einspringen. Wie gesagt, beide Schulen müssen eine schwierige Zukunft bewältigen – am besten in gemeinsam gefundenen Absprachen. Beide Schulen haben sich diese Entwicklung nicht gewünscht. Wenn deshalb bei Funkstille Hilfe von außen gewünscht werden sollte, sollte die Stadt als Vermittler unterstützende eingreifen. Die SPD-Fraktion kann so dem Antrag zustimmen.

Es gilt das gesprochene Wort.

 
 

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