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SPD: Ja zum Antrag der Katharinenschule

Fraktion


Fraktions-Chef Andreas Koch

der Antrag der Katharinenschule auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ab dem Schuljahr 2014/15 wird abgelehnt“, sagt bzw. schreibt die Verwaltung in ihrer heute zur Diskussion und Entscheidung anstehenden Vorlage. Diese Vorlage ist übrigens in ihrer inneren Logik nachvollziehbar und gerade eben auch noch einmal fundiert begründet worden.

. Nur: Das, wovon die Verwaltung ausgeht und woran die erwähnte innere Logik anknüpft, ist zumindest in den Augen der SPD falsch und führt deshalb auch zu falschen Schlussfolgerungen. Anders ausgedrückt: Der gemeinderätliche Beschluss vom Juli vergangenen Jahres, bis zum Schuljahr 2014/15 das Zwei-Säulen-Modell für ganz Esslingen umzusetzen, mag zwar das gewesen sein, was manche in ihm sehen: eine bildungspolitische Sternstunde. Aber leider haben uns in der Zwischenzeit die 23 anderen Stunden, die ein Tag so zu haben pflegt, eingeholt und mit ihnen die Realität. Und diese Realität, die wir bei unseren Gesprächen in den drei Bildungs- bzw. Kooperationsräumen deutlich vor Augen geführt bekommen haben, sieht so aus: Nicht nur lässt sich besagter Beschluss nicht zum Schuljahr 2014/15 in die Tat umsetzen. Er wird, denken wir, auch 2015/16 nicht Wirklichkeit sein. Warum nicht? Weil die in diesem Zusammenhang hauptsächlich betroffenen Werkreal- und Realschulen in ganz unterschiedlicher Geschwindigkeit hin zu Gemeinschaftsschulen unterwegs sind. Das aber bedeutet, dass bei einem Festhalten an der zeitgleichen Umsetzung – und das ist jetzt gar nicht böse gemeint – die langsamste Schule das Tempo bestimmt mit der Folge, dass jene Sternstunde eine Sternschnuppe war bzw. die Realisierung des Zwei-Säulen-Modells in den Sternen stehen bleibt. Oder auch hier anders ausgedrückt: Die Verwaltung geht davon aus, dass es ihr zusammen mit der Politik und auch den Schulen gelingt, zum Schuljahr 2015/16 alle Realschulen als Gemeinschaftsschulen an den Start zu bringen. Diesen Optimismus jedoch teilt die SPD nicht, zumal weder die Verwaltung noch die Politik, sondern ausschließlich die einzelnen Schulkonferenzen hier das Sagen haben. Ergo sagen wir und haben das auch in unserem umfassenden „Initiativantrag zur Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells insgesamt“ so zum Ausdruck gebracht: Ja, wir wollen eine zeitnahe Umsetzung, und zwar für ganz Esslingen, aber der Wirklichkeit geschuldet und damit abweichend von der Beschlusslage sowie vom Gutachten von Professor Dr. Thorsten Bohl nicht zeitgleich, sondern sukzessive. Alles andere ist Prinzip Hoffnung sowie schön und gut, hat aber mit der Realität nichts zu tun.

Apropos Gutachten: Das Gutachten von Professor Dr. Thorsten Bohl ist stark und hat doch seine eklatanten Schwächen. Die eine ist grundsätzlicher Natur: Nichts, aber auch gar nichts lässt sich in der Politik gutachterlich verordnen, weil das, was auf dem Papier überzeugend ist, im Widerstreit der Meinungen und Interessen noch lange nicht mehrheitsfähig sein muss. Während die zweite Schwäche im Detail liegt: Nicht nur ist die Zeitgleichheit der Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells für ganz Esslingen ein frommer Wunsch – sie funktioniert auch in den einzelnen Bildungs- bzw. Kooperationsräumen aus demselben Grund nicht: Die Tempi der jeweiligen Schulen sind höchst unterschiedlich und nicht zu einem Gleichschritt zu vereinen. Ganz abgesehen davon, dass auch eine zweite Forderung des Gutachtens auf wenig Gegenliebe stößt: das Zusammengehen der jeweiligen Werkreal- und Realschulen zu einer Gemeinschaftsschule an zwei Standorten, was im Falle der Innenstadt zudem noch zu einer Mammutschule führen würde. Dass wir weder das eine noch das andere wollen, haben wir in unserem Antrag ebenfalls ausgeführt.

Was aber heißt das nun konkret? Das heißt, dass wir uns nicht im Grundsatz, wohl aber was dessen konkrete Umsetzung anbelangt, von unserem Beschluss aus dem Juli 2012 verabschieden müssen. Nicht mehr Zeitgleichheit lautet die Devise, sondern sowohl zeitnahe als auch sukzessive Umsetzung. Dass auch diese Umsetzung mit Risiken verbunden ist, weiß die SPD. Aber noch größer ist das Risiko, wenn wir die Realität außer acht lassen und stattdessen besagtes Gutachten wie eine Monstranz vor uns hertragen: Wir gefährden wenn nicht das Zwei-Säulen-Modell als ganzes, so auf jeden Fall die Werkrealschulen und ihre Schüler, die keinen weiteren zeitlichen Aufschub vertragen. Ein drittes Mal anders ausgedrückt: Unsere Werkrealschulen verdienen eine Lösung ihrer Probleme, und diese Lösung brauchen sie jetzt und nicht in fünf Jahren. Oder würden Sie, sehr geehrte Mitglieder der Verwaltung und liebe Kolleginnen und Kollegen, einem Ertrinkenden einen Rettungsring allein deshalb nicht gleich jetzt zuwerfen wollen, weil sie glauben, in wie ferner Zukunft auch immer das perfektere Rettungsringmodell entworfen zu haben? Wobei, das möchte ich hinzufügen, Gemeinschaftsschulen weit mehr sind als nur ein Rettungsprogramm für die Werkrealschulen.

Ich komme zum Schluss und damit zur Schlussfolgerung: Gerade wer das Zwei-Säulen-Modell für richtig hält und für ganz Esslingen will, muss von dreierlei Abschied nehmen: von der Zeitgleichheit insgesamt; von der Zeitgleichheit in den einzelnen Bildungs- bzw. Kooperationsräumen; und von der Vorstellung, dass aus jeweils einer Werkreal- und einer Realschule eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten wird. Andersrum wird ein Schuh draus: sukzessives, gleichwohl auf Zeitnähe achtendes Vorgehen; Gemeinschaftsschulen an einem Standort, für die Innenstadt zwei davon mit je eigenem Profil; und – und nur darüber entscheiden wir hier und heute – grünes Licht für die Katharinenschule. Die, das hat sie schriftlich und bei mehreren Gelegenheiten sowie gerade eben noch einmal auch im persönlichen Gespräch gezeigt, ein Konzept besitzt, das ihr als Gemeinschaftsschule eine echte Erfolgschance gibt. Die dürfen wir ihr nicht nehmen, sondern sollten sie ihr Nur: Das, wovon die Verwaltung ausgeht und woran die erwähnte innere Logik anknüpft, ist zumindest in den Augen der SPD falsch und führt deshalb auch zu falschen Schlussfolgerungen. Anders ausgedrückt: Der gemeinderätliche Beschluss vom Juli vergangenen Jahres, bis zum Schuljahr 2014/15 das Zwei-Säulen-Modell für ganz Esslingen umzusetzen, mag zwar das gewesen sein, was manche in ihm sehen: eine bildungspolitische Sternstunde. Aber leider haben uns in der Zwischenzeit die 23 anderen Stunden, die ein Tag so zu haben pflegt, eingeholt und mit ihnen die Realität. Und diese Realität, die wir bei unseren Gesprächen in den drei Bildungs- bzw. Kooperationsräumen deutlich vor Augen geführt bekommen haben, sieht so aus: Nicht nur lässt sich besagter Beschluss nicht zum Schuljahr 2014/15 in die Tat umsetzen. Er wird, denken wir, auch 2015/16 nicht Wirklichkeit sein. Warum nicht? Weil die in diesem Zusammenhang hauptsächlich betroffenen Werkreal- und Realschulen in ganz unterschiedlicher Geschwindigkeit hin zu Gemeinschaftsschulen unterwegs sind. Das aber bedeutet, dass bei einem Festhalten an der zeitgleichen Umsetzung – und das ist jetzt gar nicht böse gemeint – die langsamste Schule das Tempo bestimmt mit der Folge, dass jene Sternstunde eine Sternschnuppe war bzw. die Realisierung des Zwei-Säulen-Modells in den Sternen stehen bleibt. Oder auch hier anders ausgedrückt: Die Verwaltung geht davon aus, dass es ihr zusammen mit der Politik und auch den Schulen gelingt, zum Schuljahr 2015/16 alle Realschulen als Gemeinschaftsschulen an den Start zu bringen. Diesen Optimismus jedoch teilt die SPD nicht, zumal weder die Verwaltung noch die Politik, sondern ausschließlich die einzelnen Schulkonferenzen hier das Sagen haben. Ergo sagen wir und haben das auch in unserem umfassenden „Initiativantrag zur Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells insgesamt“ so zum Ausdruck gebracht: Ja, wir wollen eine zeitnahe Umsetzung, und zwar für ganz Esslingen, aber der Wirklichkeit geschuldet und damit abweichend von der Beschlusslage sowie vom Gutachten von Professor Dr. Thorsten Bohl nicht zeitgleich, sondern sukzessive. Alles andere ist Prinzip Hoffnung sowie schön und gut, hat aber mit der Realität nichts zu tun.

Apropos Gutachten: Das Gutachten von Professor Dr. Thorsten Bohl ist stark und hat doch seine eklatanten Schwächen. Die eine ist grundsätzlicher Natur: Nichts, aber auch gar nichts lässt sich in der Politik gutachterlich verordnen, weil das, was auf dem Papier überzeugend ist, im Widerstreit der Meinungen und Interessen noch lange nicht mehrheitsfähig sein muss. Während die zweite Schwäche im Detail liegt: Nicht nur ist die Zeitgleichheit der Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells für ganz Esslingen ein frommer Wunsch – sie funktioniert auch in den einzelnen Bildungs- bzw. Kooperationsräumen aus demselben Grund nicht: Die Tempi der jeweiligen Schulen sind höchst unterschiedlich und nicht zu einem Gleichschritt zu vereinen. Ganz abgesehen davon, dass auch eine zweite Forderung des Gutachtens auf wenig Gegenliebe stößt: das Zusammengehen der jeweiligen Werkreal- und Realschulen zu einer Gemeinschaftsschule an zwei Standorten, was im Falle der Innenstadt zudem noch zu einer Mammutschule führen würde. Dass wir weder das eine noch das andere wollen, haben wir in unserem Antrag ebenfalls ausgeführt.

Was aber heißt das nun konkret? Das heißt, dass wir uns nicht im Grundsatz, wohl aber was dessen konkrete Umsetzung anbelangt, von unserem Beschluss aus dem Juli 2012 verabschieden müssen. Nicht mehr Zeitgleichheit lautet die Devise, sondern sowohl zeitnahe als auch sukzessive Umsetzung. Dass auch diese Umsetzung mit Risiken verbunden ist, weiß die SPD. Aber noch größer ist das Risiko, wenn wir die Realität außer acht lassen und stattdessen besagtes Gutachten wie eine Monstranz vor uns hertragen: Wir gefährden wenn nicht das Zwei-Säulen-Modell als ganzes, so auf jeden Fall die Werkrealschulen und ihre Schüler, die keinen weiteren zeitlichen Aufschub vertragen. Ein drittes Mal anders ausgedrückt: Unsere Werkrealschulen verdienen eine Lösung ihrer Probleme, und diese Lösung brauchen sie jetzt und nicht in fünf Jahren. Oder würden Sie, sehr geehrte Mitglieder der Verwaltung und liebe Kolleginnen und Kollegen, einem Ertrinkenden einen Rettungsring allein deshalb nicht gleich jetzt zuwerfen wollen, weil sie glauben, in wie ferner Zukunft auch immer das perfektere Rettungsringmodell entworfen zu haben? Wobei, das möchte ich hinzufügen, Gemeinschaftsschulen weit mehr sind als nur ein Rettungsprogramm für die Werkrealschulen.

Ich komme zum Schluss und damit zur Schlussfolgerung: Gerade wer das Zwei-Säulen-Modell für richtig hält und für ganz Esslingen will, muss von dreierlei Abschied nehmen: von der Zeitgleichheit insgesamt; von der Zeitgleichheit in den einzelnen Bildungs- bzw. Kooperationsräumen; und von der Vorstellung, dass aus jeweils einer Werkreal- und einer Realschule eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten wird. Andersrum wird ein Schuh draus: sukzessives, gleichwohl auf Zeitnähe achtendes Vorgehen; Gemeinschaftsschulen an einem Standort, für die Innenstadt zwei davon mit je eigenem Profil; und – und nur darüber entscheiden wir hier und heute – grünes Licht für die Katharinenschule. Die, das hat sie schriftlich und bei mehreren Gelegenheiten sowie gerade eben noch einmal auch im persönlichen Gespräch gezeigt, ein Konzept besitzt, das ihr als Gemeinschaftsschule eine echte Erfolgschance gibt. Die dürfen wir ihr nicht nehmen, sondern sollten sie ihr geben. Und mit einer solchen Entscheidung das Zwei-Säulen-Modell weiter auf den Weg bringen. Die SPD jedenfalls sieht es so: Idealtypisches nützt nichts, wenn es in der Wirklichkeit nicht bestehen kann. Vielmehr ist auch bei unseren Bemühungen hinsichtlich der Esslinger Bildungslandschaft Politik die Kunst des Möglichen. Fangen wir damit an, das Mögliche möglich zu machen! Und eine Gemeinschaftsschule Katharinenschule zum Schuljahr 2014/15 ist möglich, und zwar gut.

Andreas Koch, Fraktionsvorsitzendergeben. Und mit einer solchen Entscheidung das Zwei-Säulen-Modell weiter auf den Weg bringen. Die SPD jedenfalls sieht es so: Idealtypisches nützt nichts, wenn es in der Wirklichkeit nicht bestehen kann. Vielmehr ist auch bei unseren Bemühungen hinsichtlich der Esslinger Bildungslandschaft Politik die Kunst des Möglichen. Fangen wir damit an, das Mögliche möglich zu machen! Und eine Gemeinschaftsschule Katharinenschule zum Schuljahr 2014/15 ist möglich, und zwar gut.

Andreas Koch, Fraktionsvorsitzender

 
 

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