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Schulentwicklung und Schulstandortnutzung für die Stadt Esslingen am Neckar

Gemeinderatsfraktion


Michael Wechsler

Nachfolgend finden Sie das Statement von Michael Wechsler in der Gemeinderatssitzung vom 16. November 2015 zu "TOP 11 - Schulentwicklung und Schulstandortnutzung für die Stadt Esslingen am Neckar":

Sehr geehrte Damen und Herren, 

spätestens seitdem die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen für das jetzt laufende Schuljahr bekannt wurden, war klar, dass die weitere Entwicklung der Schullandschaft in Esslingen einer klugen Steuerung bedarf. 

Während die einen Schulen den Zulauf kaum beherrschen können, stehen andere vor dem Aus. Mit kurzfristigen Maßnahmen ist das nicht befriedigend zu lösen.

Bei den Esslinger Gymnasien haben wir bei einer Schulart vor etwa einem Jahr kurzfristig steuernd eingegriffen, indem wir die Zügigkeiten festgelegt haben. Diesmal wird es allerdings komplexer werden, denn es geht nicht nur um verschiedene Standorte, sondern zudem auch um verschiedene Schularten, pädagogische Konzepte und Abschlüsse, die angeboten werden.

Weitere Herausforderungen kommen hinzu: Wir haben in Esslingen noch immer keine barrierefreie Schule. Das ist überfällig. Was in Sachen Vorbereitungsklassen für Flüchtlingskinder auf uns zukommt, lässt sich schwer abschätzen, muss aber ebenfalls mitgedacht werden.


Zusammengefasst geht es darum, mittel- und langfristig die besten Lösungen zu finden, damit die Schülerinnen und Schüler in Esslingen ein schulisches Zuhause finden, wo sie sich wohlfühlen und optimal entwickeln können. Deshalb ist es gut und sinnvoll, dass die Verwaltung einen geordneten Schulentwicklungsprozess startet, der auf der Grundlage von umfangreichen und aktuellen Analysen von statten gehen soll. Dabei geht es nicht darum, alles, was bisher vereinbart war, in Frage zu stellen. Dass es in Esslingen in der weiterführenden Schule zwei Säulen geben soll, eine gymnasiale und eine integrative, ist zum Beispiel eine Prämisse, die feststeht. Wir begrüßen auch die anderen vorgelegten Prämissen voll und ganz, und werden ihnen folglich zustimmen.

Übrigens: Wir begrüßen auch die klare Aussage zur Zukunft der Werkrealschule, die eben keine große Zukunft hat. Das sind wir den Eltern der jetzigen Viertklässler schuldig, weil die sich in Kürze entscheiden müssen, wohin sie ihre Kinder schicken. Aber auch die Lehrkräfte an den betroffenen Schulen müssen sich darauf einstellen können. Und wir sind es dann auch den Schülerinnen und Schülern an den beiden Schulen schuldig dafür zu sorgen, dass sie ihre Schulzeit unter anständigen Bedingungen zu Ende bringen können.


Damit der Prozess der Schulentwicklung erfolgreich wird, reicht es aber nicht, Schülerzahlen, Schulgebäude und Schulraumflächen-Modellprogramme zu analysieren. Sondern es müssen auch die Betroffenen, die Schulleitungen, Lehrer-Kollegien, Eltern sowie die Vertreter der Stadtteile einbezogen werden.

Herr Berroth hat zugespitzt gesagt, dass nicht mehr jede Schule machen können soll, was sie will. Ja, aber das Gegenteil funktioniert auch nicht. Allein schon deshalb, weil am Ende die Schulkonferenz jeder Schule das letzte Wort hat. Umso wichtiger ist die Beteiligung der Betroffenen.

Ich weiß, das (die Frage von Öffentlichkeit oder Nicht-Öffentlichkeit) ist ein Balanceakt. Denn andererseits braucht der AK Schulentwicklungsplanung eine gewisse Freiheit, um wirklich unbefangen alle möglichen Optionen diskutieren zu können – und eben vielleicht auch zunächst einmal unmöglich erscheinende Gedanken, ohne gleich öffentlichen Aufruhr zu erzeugen. Das geht nur in einem geschützten Raum.
Aus unserer Sicht muss aber zu definierten Zeitpunkten auch die Öffentlichkeit mit ins Boot geholt werden – und das nicht erst, wenn am Ende ein fertiges Konzept als der Weisheit letzter Schluss feststeht und das nächste Schuljahr schon wieder vor der Tür.

Aber jetzt machen wir die Tür erst einmal auf: Wir stimmen der Vorlage zu.

Es gilt das gesprochene Wort.

 
 

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