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Müllvermeidung in Esslingen durch Pfandbecher-System bei „Coffee-to-go“ und „Eis im Becher“

Gemeinderatsfraktion


Richard Kramartschik

Redebeitrag von Richard Kramartschik vom 22. Mai 2017:

Die Möglichkeit, unterwegs in der Stadtmitte einen Kaffee zu trinken, wird immer stärker angenommen. Dadurch wächst aber der Abfallberg, die Sauberkeit der Stadt leidet immer mehr. In der Stadt Esslingen werden nach einer Hochrechnung im Jahr runde drei Millionen Becher weggeworfen. Natürlich auch mit den entsprechenden Entsorgungskosten. Deshalb auch der SPD-Antrag vom 9. Januar 2017, mit dem sich der heutige Verwaltungsausschuss beschäftigt.

Ein Verbot der Wegwerfbecher ist politisch nicht angebracht und auch rechtlich gar nicht möglich. Wer eine Änderung möchte, ist auf freiwillige Absprachen angewiesen. Für diese Beteiligung der Konsumenten und auf der Betreiberseite, also Café und Bäckerei,  muss mit einem sinnvollen Angebot geworben werden.  Wer gerne unterwegs Kaffee trinkt, soll es nämlich auch weiterhin können.

Dabei geht es zwar um Sauberkeit, wie zu Beginn der Vorlage erläutert wird. Aber nicht allein um Sauberkeit. Die Herstellung von Einwegbechern verursacht einen großen Ressourcenverbrauch, hohe CO2-Emissionen und zusätzliche Kosten für die Entsorgung.  Es gibt also viele wichtige Gründe, möglichst keinen Abfall zu produzieren.

Über Lösungsstrategien, wie man den Einwegbecher-Verbrauch verringern kann, wird aktuell in vielen Gemeinden nachgedacht:  Freiburg hat als erste deutsche Stadt ein Mehrwegsystem für To-go-Becher eingeführt. Der Mehrwegbecher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff und kann 400 mal benutzt werden. Nach zögerlichem Einstieg läuft das Pfandsystem jetzt erfolgreich.

In Tübingen gibt es eine Mehrwegbecher-Initiative; Karlsruhe diskutiert den Wegwerfbecher und überlegt, wie das „Take-Away-Essen“ ohne Müll gelingen kann. Stuttgart startet jetzt im Juni einen Test: Statt Aluschalen und Styroporboxen soll das Essen in Mehrweg-Behältern transportiert werden.

Die Vorlage beschreibt unter 3. Ein mögliches Konzept zur Einführung von Mehrweg-Pfandbechern in Esslingen, das sich im Wesentlichen an das Freiburger Modell anlehnt. Die geschätzten Gesamtkosten bei der Einführung über 20.000,- EUR sind noch keine Endkosten, da weder der personelle Aufwand noch Dienstleister-Kosten bekannt sind.

Wir fordern die Verwaltung auf, diese Kosten alsbald zu ermitteln, damit die Fraktionen dann darüber diskutieren können.

Da eine Einführung erst im nächsten Jahr vorgesehen ist, sollte die Verwaltung diese Zeit dazu nutzen, sich mit Institutionen auszutauschen, die  zu einem solchen Thema Wissen und Erfahrung einbringen können. Wir denken hier z.B. an das City-Management, die ES Stadtmarketing& Tourismus GmbH, die IHK und natürlich die Cafés und Bäckereien. Hauptaufgabe  muss sein, das Bewusstsein auf Angebots- und Verbraucherseite zu verändern, da es dabei immer um freiwillige Teilnahme  geht.

Die SPD-Fraktion unterstützt  die Bemühungen der Verwaltung  wie in der Vorlage beschrieben, in einem ersten Schritt die Zahl der Wegwerf-Becher in Esslingen zu reduzieren. Nach einer ersten Bestandsaufnahme kann dann über weitere Schritte nachgedacht werden, auch über  „Eis im Becher“.

Es gilt das gesprochene Wort.

 
 

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