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Esslinger CDU verschließt die Augen vor der Realität

Ortsverein

Die Forderung der Esslinger CDU, bei der Esslinger Schulentwicklung ein „Umdenken“ in Gang zu setzen, ist für die SPD Esslingen nur als ein Verschließen der Augen vor der Realität zu werten.

„Es ist ja schlicht nicht von der Hand zu weisen, dass auch in Esslingen die Werkrealschulen in ihrer bisherigen Form nicht mal eine mittelfristige Zukunft haben“, erklärt dazu der Vorsitzende der Esslinger SPD, Matthias Schröer. „So zu tun, als ob man erstmal alles beim Alten lassen kann, ist geradezu verantwortungslos“, so Schröer weiter zu den Vorstößen der CDU. Die Veränderungen betreffen aber auch andere Schularten: „An Realschulen und an den Gymnasien ist zu beobachten, dass dort Schülerinnen und Schüler mit zunehmend unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen unterrichtet werden. Um dabei zukünftig allen Kindern gerecht zu werden, den Schwächeren ebenso wie den Stärkeren, ist es notwendig, die pädagogisch-didaktischen Konzepte weiterzuentwickeln“, gibt Schröer zu bedenken.

„Es gibt im Gemeinderat eine sehr große Übereinstimmung darüber, dass die Stadt Esslingen als Schulstadt nur dann den Anforderungen gerecht wird, wenn möglichst bald stabile Verhältnisse bezüglich der Schulstruktur geschaffen werden – und zwar in Richtung des 2-Säulen-Modells“, so Schröer. „Das hat auch das in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. Bohl genau so bestätigt, das die CDU offenbar nicht zur Kenntnis nehmen will.“ Die SPD Esslingen ist sich sicher, dass dabei Gemeinschaftsschulen eine wichtige Rolle einnehmen werden. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Esslinger SPD, Daniel Blank, pflichtet Schröer bei: „Die Behauptung der CDU, bei den Gemeinschaftsschulen müssten bewährte Schulprofile aufgegeben werden, ist so nicht haltbar.“ Im Gegenteil könnten Gemeinschaftsschul-Strukturen im Besonderen dazu beitragen, bestimmte Profilierungen weiter auszubauen.

„Natürlich dürfen bei der Zukunftssicherung der Schulstruktur offene Fragen – etwa zur Ganztagesschule – nicht ausgeklammert werden. Sondern es muss in einem breiten Dialog geklärt werden, welche praktischen Auswirkungen etwa ein Ganztagesunterricht bis 16 Uhr an einigen Tagen in der Woche für Familien oder Freizeitbeschäftigungen hat. Erklärt werden muss: Ganztagesschule heißt nicht einfach ‚den ganzen Tag Schule’, sondern es handelt sich um ein wertvolles pädagogisches Konzept“, betont Matthias Schröer.

„Insofern begrüße ich es sehr“, so Schröer weiter, „dass die SPD Esslingen in enger Zusammenarbeit mit ihrer Gemeinderatsfraktion in einer Reihe von Ortsterminen mit den Beteiligten in den Esslinger Bildungsräumen die Gespräche intensiviert. Letztlich ist nur im Dialog vor Ort zu klären, wie eine breit getragene Schulentwicklung vorangebracht werden kann.“ Dies bedeute viel eher, die Sorgen der Eltern ernst zu nehmen, als die Vorschläge der CDU, den Schulentwicklungsprozess einfach weiter aufzuschieben.

Die Forderung der CDU, zunächst abzuwarten und in einer „Langzeit-Evaluation“ pädagogische Konzepte andernorts zu bewerten, bedeutet, weder die Situation an den Werkrealschulen mit den enormen Rückgängen der Anmeldezahlen ernst zu nehmen, noch sich verantwortungsvoll mit der Situation der zunehmenden Heterogenität an den anderen Schulen auseinanderzusetzen. „Denn schließlich“, so Daniel Blank, „werden die Weiterentwicklungen der pädagogischen Konzepte jeweils an den Schulen von den engagierten Lehrerinnen und Lehrern vor Ort auf den Weg gebracht. Diese gilt es bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie dabei auszubremsen ist äußerst kontraproduktiv.“

Schröer abschließend: „Das Problem war ja in der Vergangenheit genau diese abwartende Haltung von CDU-Landesregierungen, die es verpasst haben, die Bildungslandschaften zukunftsfähig zu machen. Es wäre besonders für die Schülerinnen und Schüler fatal, wenn sich diese Zögerlichkeit nun trotz der sich bietenden Chancen für unsere Bildungseinrichtungen fortsetzen würde.“

 
 

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