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Essensversorgung in Kindertageseinrichtungen

Gemeindenachrichten


Michael Wechsler

Redebeitrag von Stadtrat Michael Wechsler für die SPD-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Erziehung und Soziales

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

das war eine ziemliche Fleißarbeit, die hier zugrunde liegt. Dafür ein Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben: Verwaltung, ErzieherInnen, Eltern und nicht zuletzt die Kinder. Ich finde, die Mühe hat sich gelohnt. Selbst dann, wenn vielleicht alles beim Alten bleibt.

Warum? Ganz einfach deshalb, weil es beim Essen nicht nur um die Aufnahme von Nahrung geht, sondern um viel mehr.

Es gibt nichts Sozialeres, als das gemeinsame Zubereiten und anschließende Verzehren einer Mahlzeit. Nicht umsonst gibt es mittlerweile Kochevents und nicht umsonst ist es en Vogue, als Geburtstagsgeschenk den gut situierten Herrn von heute nicht mehr zum Essen einzuladen, sondern zum gemeinsamen Kochen mit Freunden an der Seite eines Profi-Kochs.

Und so nimmt auch bei den Kindertageseinrichtungen das Essen eine zentrale Rolle ein. Da geht es nicht um das „Abfüttern“ der Kinder, sondern um Gemeinschaft. Man könnte es so sagen: Ob arm oder reich – vor Rosenkohl sind alle Kinder gleich.
Wobei: Das gilt in Kita und Mensa – zuhause schon nicht mehr, denn wir wissen, dass es bei gesunder Ernährung große soziale Unterschiede gibt. Auch deshalb ist ein gesundes, ausgewogenes und ausreichendes Mittagessen in unseren Kindertageseinrichtungen so wichtig!

Das Ansinnen, dass Kindern vermittelt werden soll, dass das Essen nicht einfach warm aus der Styropor-Box kommt, sondern dass da Zutaten und Arbeit drinstecken, ist ein wichtiges pädagogisches Ziel. Da geht es um Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln und der Arbeit derjenigen, die die Lebensmittel herstellen und zubereiten.

In dem Zusammenhang finde ich es übrigens klasse, dass die Kinder ihr Fleisch nicht in Dino-Form serviert bekommen möchten. Sie haben offenbar begriffen: Mit Essen spielt man nicht.

Es geht auch um Nachhaltigkeit und ein grundlegendes Verständnis der Natur. Es geht darum, was gesund ist und was weniger. Man könnte das noch weiter ausführen, aber ich will es kurz machen:

Vor Ort aus frischen und regionalen Zutaten zu kochen, wäre wünschenswert. Aber die Zahlen sprechen hier eine klare Sprache.

Zum einen die Zahlen, die die möglichen Kosten der Varianten cook&serve sowie zentrale Großküche darstellen.
Angesichts der vielen Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung, gibt es aus Sicht der SPD-Fraktion Ziele mit höherer Priorität. Ich denke z.B. an verlängerte Betreuungszeiten an den weiterführenden Schulen oder an zusätzliche Bedarfe beim Ferienprogramm.

Zum anderen die Zahlen, die im Großen und Ganzen die Zufriedenheit der Betroffenen mit dem bisherigen Essen ausdrücken. Da besteht aus unserer Sicht kein akuter Handlungsbedarf.

Nur bei einem einzigen Punkt bin ich hellhörig geworden: Wenn man fragt, ob es schmeckt, kann man „Immer“ oder „Häufig“ als positive Wertung zusammenfassen. Bei der Frage, ob Kinder satt werden, ist „Häufig“ keine hinreichende Antwort. Offenbar ist es so, dass bei den beliebten Essen oft kein Nachschlag möglich ist. Ich finde, da könnte man mal drüber nachdenken, ob das so sein muss.

Wir gehen aber insgesamt davon aus, dass die Anregungen von Kindern, Eltern und ErzieherInnen ernst genommen und weitestgehend berücksichtigt werden.

Zusammenfassend stellen wir fest:

  • Es ist ein Glück, dass mit Hilfe engagierter Eltern in den Schulen ein gutes Angebot existiert, das so fortgesetzt werden kann.

  • Es ist vernünftig, die Varianten cook&serve sowie Neubau einer zentralen Großküche derzeit nicht weiterzuverfolgen.

  • Es ist folglich richtig, die Option zu ziehen und mit der Firma Stollsteimer um ein weiteres Jahr zu verlängern.

  • Es ist aber auch wichtig, die Evaluation fortzuführen, auch wenn es viel Aufwand bedeutet. Aber wie gesagt, es geht um ein wichtiges Thema.

Es gilt das gesprochene Wort.

 
 

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