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Entwicklung der Grundschulbetreuung in Esslingen

Gemeinderatsfraktion


Michael Wechsler

Redebeitrag von Michael Wechsler im Ausschuss für Bildung, Erziehung und Soziales am 06.06.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

die Stadt setzt den Weg konsequent fort, ihre Betreuungsangebote entlang des konkreten Bedarfs vor Ort auszubauen. Diesen Weg unterstützen wir ausdrücklich und werben hier auch für Unterstützung durch den ABES.

Positiv ist, dass die Verwaltung sich erkennbar bemüht, dort, wo es klemmt, schnell und pragmatische Lösungen auf den Weg zu bringen: Das gilt für die neuerliche Bauwagen-Lösung in Liebersbronn;

es gilt vor allem auch für die Silcherschule, wo insbesondere durch die Schließung des Children's House gleich ein ganzer Schwung Grundschulkinder ohne Nachmittagsbetreuung auf der Straße zu stehen drohte. Und das an einem Grundschul-Standort, wo es ohnehin eine ungedeckte Nachfrage nach Betreuung über 14 Uhr hinaus gibt und infolgedessen sogar signifikante Abgänge aufgrund der fehlenden Betreuungsangebote zu verzeichnen sind – so hört man es jedenfalls aus der Elternschaft.

Die dort gefundene Lösung ist pragmatisch und finanziell vertretbar, zumal der Zuschuss an den privaten Schülerhort Children's House jetzt quasi ein paar Meter weiter an der öffentlichen Silcherschule ankommt.

Soweit so gut. Dennoch werden nicht alle Eltern glücklich sein mit diesen Maßnahmen.

Zum Beispiel in Zell. Hier wurden den Eltern andere Zusagen gemacht, und es wurden in der Folge entsprechende Beschlüsse der Schulkonferenz gefasst.

Hier fehlen uns die Gründe, warum die Grundschule Zell nicht früher zur Ganztags-Grundschule umgewandelt werden kann und was mögliche Alternativen sind. Denn wie es auf Seite 8 der Vorlage heißt: „Für diese Übergangszeit müssen auch für die geplanten Ganztagsstandorte Lösungen gefunden werden.“

Wie der weitere Ausbau der Grundschulbetreuung in Esslingen insgesamt aussehen soll, ist in Ziffer 8 schön beschrieben. Aber was uns fehlt ist ein klarer Fahrplan und konkrete Maßnahmen.

Fazit: Der Ausbau geht voran, das ist gut so. Er kostet Geld, das wissen wir.

Aus aktuellem Anlass noch ein Hinweis in diesem Zusammenhang: Als Beitrag zur Strukturellen Haushaltskonsolidierung aus dem Bereich des ABES, sind der größte Brocken höhere Landeszuschüsse! Als SPD sind wir da schon ein bisschen stolz darauf, denn es war die SPD, die diese erhöhten Zuschüsse 2011 in die Koalitionsverhandlungen eingespeist und anschließend – in Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden – umgesetzt hat. Davon profitiert die Stadt jetzt erheblich.

Apropos Koalitionsverhandlungen. Die Vorlage bewertet die Ankündigungen der grün-schwarzen Regierung sehr optimistisch. Da wäre ich persönlich noch vorsichtig: Koalitionsvereinbarungen sind keine Haushaltsberatungen. Noch sind die Ankündigungen nicht dotiert.

Daran anknüpfen möchte ich eine Warnung: Natürlich wäre es wünschenswert, dass das Land weitere Angebote bezuschusst. Was bei der Nachmittags-Betreuung kommt, darf aber nicht bei den gesetzlichen Ganztags-Grundschulen gekürzt werden! Darum bitten wir die Verantwortlichen der Stadt, dass sie in dem Punkt wachsam sind und sich ggf. (z.B. mit dem Städte- und Gemeindetag) entsprechend einsetzen. Denn bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen darf es keine Abstriche geben!

Im Namen der SPD-Fraktion danke ich zu guter Letzt allen, die in der Betreuung der Kinder engagiert sind, sowohl an den Schulen, als auch in der Verwaltung.

Es gilt das gesprochene Wort.

 
 

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